Der „Triescheiderhof“ im 2. Weltkrieg.

 

Durch die auf dem Hof befindlichen Westwallbunker und die darin stationierten Soldaten, wurde das Anwesen auch ein Angriffsziel der alliierten Bombardierungen. So wird über den 14. März 1945 folgendes berichtet: „Strahlend schönes Wetter, was wird dieser Tag bringen? Alarm, Flieger Bomben, Granaten! Weiß der Himmel, wo wir immer noch hinhören sollen. Der Bordwaffenbeschuß ist besonders toll an diesem Tag. Wir rennen in den Keller rauf und runter. Nachmittags sind wir im Garten, die Gefahr ist für unseren Begriff nicht gerade über uns. Und doch heißt es natürlich immer in Deckung gehen. Wir graben und misten den Rhabarber. Plötzlich sehen wir acht Jabos im Gebiet über Hassel um den Triebscheiderhof. Große schwarze Wolken gehen hoch, ein Krachen und Bersten, fürchterlich. Bald erfahren wir, daß der Triebscheiderhof mit 16 Bomben belegt wurde. Die Ställe brennen, das Gutshaus ist stark mitgenommen. Das Vieh läuft brüllend herum. „Wolf“, gemeint ist Walter Wolf, war im Keller. Josef wollte gleich noch hin, hatte aber Dienst.“

Kurz nach diesen Ereignissen kam das Kriegsende mit dem Einmarsch der Amerikaner im Saarland. Danach wurden, kurze Zeit später,  die Franzosen Besatzer des Saarlandes.

 

Jagd auf dem „Triebscheiderhof“.

 

Jagdlich wird der Hof, der stets  die Größe einer Eigenjagd hatte, schon immer von der Familie bewirtschaftet. Walter Wolf war ein passionierter Jäger, der das Weidwerk vor der Haustür sehr schätzte. Als geselliger Mensch gab es regelmäßig fröhliche Jagden auf „Triebscheid“ und „Höllscheid“.

Walter Wolf mit seinem Freund dem Weinhändler Graffion aus St. Ingbert.  Jagdgesellschaft auf „Höllscheid“ mit Walter Wolf ganz  links

In die Fußstapfen seines Vaters schlüpfte schon sehr jung sein Sohn Peter Wolf, der leider schon, 55 jährig, im Jahre 1992 verstarb.

Peter Wolf

Seitdem betreut Horst Jäcker die Eigenjagd der Familie. Das idyllisch gelegene „Bischofshaus“, mit dem herrlichen Blick ins Geißbachtal, ist inzwischen ein zweites Zuhause der Jäckers aus dem ostwestfälischen Bad Oeynhausen geworden.

Weißer Bock, erlegt von Horst Jäcker

auf „Triebscheid“

Horst Jäcker links mit Aloys Breyer

aus Biesingen und seinem Freund

Michael Baus aus St. Ingbert.

Anteilsschein des Jagdvereins „Hubertus“

in St. Ingbert

Die heutigen Besitzer des „Triebscheiderhofes“.

 

Walter Wolf hatte schon, sicherlich durch die schlechten Erfahrungen im „Großen Krieg“, sehr früh seine 3 Kinder als Hoferben eingesetzt. Zu dieser Zeit sprach man nämlich vom „Großen Krieg“, denn es konnte niemand ahnen, daß unser Vaterland, durch den Nationalsozialismus, schon wieder in so schlimme Zeiten geraten würde.  Erben waren sein Sohn Peter und seine Töchter Heidi und Annelie. Nach dem viel zu frühen Tod von Peter Wolf im Jahre 1992 erbten seine Frau Christiane geb. Schlosser und seine beiden Kinder, Christiane und Hans den Anteil von Peter Wolf. Im Jahre 2006 erwarb Horst Jäcker diese Anteile aus der Familie. Heute sind Heidi, Horst und Lutz Jäcker Besitzer des Gutes.

Diese Bilder sind im Familienbesitz und zeigen die Wolf'schen Vorfahren.

Exkursion der Saarländischen Waldbesitzer ins Elsaß.

"Jahresexkursion der Waldbesitzer des Saarlandes 2017 nach Verdun".

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